Breitband-Versorgung: Neu-Isenburg liegt bundesweit vorn

geschrieben von: Stadt Neu-Isenburg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  I  Mittwoch, 05.09.2012

Übertragungsraten von über 50 Megabit in 95 Prozent aller Isenburger Privathaushalte
Seit Dezember 2011 ist Neu-Isenburg die erste Stadt in Hessen, in der die Telekom das Glasfasernetz bis in die Wohnung verlegt hat. In nur 5 Monaten bzw. 109 Arbeitstagen wurden rund 450.000 Meter Glasfaser verlegt.

Damit können in der Kernstadt von Neu-Isenburg und im Stadtteil Gravenbruch seitdem Übertragungsraten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde genutzt werden. Bisher wurden die Telefonsignale auf dem letzten Stück zwischen dem Telekom-Verteilerkasten auf der Straße und dem Wohnungsanschluss auf einer Kupfer-Leitung übertragen. Im Kupferkabel nimmt die Übertragungsgeschwindigkeit aber Meter für Meter ab. In Zukunft werden Fotos, Videos und Musik den Weg in die Wohnungen ungebremst auf einer neu verlegten Glasfaser-Leitung zurücklegen. Der Vorteil: Beim Senden und Empfangen kann dann ein Tempo von bis zu 200 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Das Verfahren wird als „Fibre to the Home“ (FTTH) bezeichnet – auf Deutsch: „Glasfaser bis nach Hause“.
Über 13.000 Haushalte in rund 3.000 Gebäuden haben sich in Neu-Isenburg einen Glasfaseranschluss legen lassen. Ein nachträglicher Anschluss an das Glasfasernetz im Ausbaugebiet ist möglich.

Dazu Bürgermeister Herbert Hunkel: „Neu-Isenburg verfügt über eine Kommunikationsinfrastruktur nach dem aktuellsten Stand der Technik. Da Neu-Isenburg von der Telekom als FTTH-Pilotprojekt ausgewählt wurde, entstanden für Neu-Isenburg keine Kosten für die Erneuerung der Kommunikationsnetze. Darüber hinaus besteht in fast allen Gewerbegebieten die Möglichkeit, auf Glasfaserkabel zuzugreifen, ein wichtiger Standortfaktor neben der Lage, Infrastruktur, dem Gewerbesteuerhebesatz und einer bürgernahen Verwaltung.“

Die Breitbandverfügbarkeit aller Privathaushalte in Neu-Isenburg ist auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie im „Breitbandatlas“ dargestellt (www. http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Navigation/Breitbandatlas/breitbandsuche.html). Ein Breitbandatlas für gewerbliche Kunden wird zur Zeit vom Bundesministerium erarbeitet.

Alle Haushalte (100 Prozent) haben Übertragungsraten, die über 1 Mbit/s liegen. Mit Stand vom 3. September 2012 sind für über 95 Prozent der privaten Haushalte in Neu-Isenburg sogar Übertragungsraten verfügbar, die über 50 Mbit/s liegen, bezogen jeweils auf die Downloadgeschwindigkeit.

Damit liegt Neu-Isenburg sogar über den Plan-Zielen, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie vorgegeben hat. Demnach sollen „bis 2014 … für 75 Prozent der Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen“. Laut dem Kabinettbeschluss vom 25. April 2012 soll im Rahmen der Demografiestrategie: „Bis zum Jahr 2018 …  eine flächendeckende Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen mit dieser Bandbreite“ erreicht werden.

Auch im bundesweiten Durchschnitt der Breitbandversorgung liegt Neu-Isenburg vorne: Denn nur bei 50,7 Prozent der Städte ist eine Breitbandversorgung von über 50 Mbit/s gegeben. In Hessen liegt die Quote bei 57,8 Prozent (Stand 1. Quartal 2012).

In Neu-Isenburg können über 99,99 Prozent der privaten Haushalte über DSL verfügen, 95,72 Prozent über Kabelnetz, 100 Prozent über Breitband UMTS und 54 Prozent der Haushalte über LTE (Long Term Evolution).

 

No Responses — Written on 5. September 2012 — Filed in Presse

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