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47 Responses

  1. B. Franz on 2. April 2013, 14:59 Antworten

    Nach Durchsicht der Entwürfe – leider keine positive Überraschung.
    Das ganze wird als Planungswerkstatt angepriesen, aber dazu fehlt es doch an einigem.

    1. Wo sind die entsprechenden statistischen Zahlen, die die Bedürfnisse von N,-I. vielleicht widerspiegeln.
    Mir fehlt:

    Leerstandszahlen von Gewerbeflächen,

    benötigte Zahl an Sozialbauwohnungen, wie viel Belegrechte hat die Stadt eigentlich noch?

    benötigte Zahl an Seniorenwohnungen, betreutem Wohnen, behindertengerechten Wohnen?

    benötigte Zahl an Kitaplätzen usw.

    Gerne hätte ich eine grobe Bedarfsanalyse hier für die Stadt gesehen.

    Wie immer wird eine einmalige Chance vertan, eine angemessene Fläche im Stadtinneren bedarfsgerecht aufzuplanen. Was bleibt ist das übliche und zwar von allen sechs Entwurfsbüros. Schade. Zumindest hätte ich ein innovatives Konzept erwartet und zwar in jeglicher Hinsicht.

    2. Sie schreiben, dass die Eigentumsverhältnisse in der Spessartstraße unangetastet bleiben, wie schön. Den wenigsten ist bekannt, dass auch auf der Hugenottenallee Eigentümer wohnen bzw. Wohnungen vermieten. Bei den Planungsentwürfen, fallen zum Teil diese Häuser einfach unter den Tisch. Hat man sich hier nicht informiert oder sind wir auf dem Weg einer Enteignung?

    3. Den wenigsten in N.-I. ist ebenfalls bekannt, dass auf dem ehemaligen DLB Gelände ein Wohnhaus steht. Früher haben hier die Angestellten der Stadt gewohnt. Vor ein paar Jahren hat man sicherheitshalber das Haus entmietet und es steht seitdem leer. Wohnraumzweckentfremdung nennt man dies üblicherweise. Aber das schert schon lange niemanden mehr in unserer Stadt. Hier steht ein Wohnhaus mit mehreren Wohnungen über Jahre hinweg einfach leer. An anderer Stelle wird Wohnraum dringend benötigt. Was soll das? Warum ist in keinem der Entwürfe darauf eingegangen worden?
    Warum kann man sich außer weiterem leerstehenden Gewerberaum nichts anderes auf diesem Gelände vorstellen. Hier wäre Platz für kleine Werkstätten und Ausbildungszentren. Warum kann man das Wohnhaus nicht entsprechend modernisiert wieder beleben.?

    4. Der Name Planungswerkstatt impliziert für mich, dass Gruppen mitarbeiten, die aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen kommen und wirklich planen dürfen. Das was hier geschieht, hat damit nichts zu tun.

    Was bleibt ist das übliche …. aus meiner Sicht: Chance vertan liebes Isenburg.

  2. Martin on 9. März 2013, 11:03 Antworten

    Das war schon ein interessanter Abend gestern. Fünf von sechs Planungsbüros haben erkannt, dass man hier die einmalige Gelegenheit hat eine neue Stadtmitte zu gestalten. Es wurden sehr gut durchdachte Entwürfe präsentiert, leider kam die Gesamtsicht auf die Verkehrsströme in Neu-Isenburg etwas zu kurz. Alleine die Architekten der Kahl Ernst Consultants Planungsgesellschaft haben ein innovatives Verkehrskonzept für eine lebenswerte Mitte erarbeitet.

    Etwas einfallslos erscheinen mir allerdings die Vorschläge der im Anforderungskatalog des Zielkonzepts geforderten hohen ökologischen Standards. Diese beschränken sich primär auf die Standardformel “Passivhäuser” als Allheilmittel. Vorschläge für Kraft-Wärme-Kopplung, etc. hätte den Entwürfen gut gestanden.

    Für alle die heute nicht die Gelegenheit haben sich im Rahmen der Entwurfswerkstatt die Modelle anzusehen, empfehle ich sich die Entwürfe bis Donnerstag, den 11. März im Rathaus anzusehen.

    Nutzen wir die Chance Neu-Isenburg ein neues Gesicht zu geben!

  3. Montagsrunde on 2. Februar 2013, 21:11 Antworten

    Anmerkungen zur Bürgerbeteiligung an der Planung „Neue Stadtmitte“, Januar 2013.

    1.
    Wie zu hören ist, beteiligen sich die Eigentümer des Planungsgebietes zur Hälfte an den Planungskosten. Das sind geschätzte 250 Tausend Euro. Ist es wirklich eine gute Entscheidung, zum Beispiel das Büro Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH an der Planung zu beteiligen? Diese Gesellschaft vertritt die Eigentümerin des weitaus größten Grundstücksbesitzers im Plangebiet, nämlich des Agfa-Geländes. Ist auszuschließen, dass hier Einfluss proportional zur eingebrachten Fläche ausgeübt wird? Da ist Skepsis angebracht.
    Fazit
    Wer zahlt, bestellt auch in der Regel.

    2.
    Die Bürgerbeteiligung an dem Planungsprozess könnte zur Farce werden. Indizien gab es bisher schon genug. Wenn man sich nun vor Augen hält, dass in der öffentlichen Entwurfswerkstatt am 09.03.2013 sage und schreibe zwei Stunden den interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Diskussion an Arbeitstischen über die Entwicklungsideen der Planer eingeräumt werden, ist das noch nicht einmal formal ausreichend. Ach ja, nicht vergessen: vergessen: Die Bürgerinnen und Bürger werden bestens einbezogen und vorbereitet. Am Abend des Vortages werden ihnen die Entwürfe der Planer vorgestellt, über welche die Planer drei Monate nachgedacht haben. Über Nacht haben sie dann ausreichend Zeit und Gelegenheit sich einzuarbeiten und darüber nachzudenken, was die Fachleute hätten besser machen können. Ja, so gesehen reichen zwei Stunden Entwurfswerkstatt aus!

    Fazit
    Politiker präsentieren Ergebnisse, Bürger dürfen zuhören. Mit diesem Arrangement ist dafür gesorgt, dass möglichst wenig Öffentlichkeit hergestellt wird. Anwesend wird überwiegend die politische Klasse Neu-Isenburgs sein, schon aus Loyalität, aber ausreichend von den Bürgerinnen und Bürgern mandatiert?

    3.
    Neben dem sündhaft teuren Bau der Kreisel an den Verkehrsknotenpunkten IZ-Kreuzung und Hugenottenallee/Carl-Ulrich-Straße/Schleussnerstraße werden ganz sicher auch die Kreuzungen Frankfurter Straße/Neuhöfer Straße/Dupont-Straße sowie Frankfurter Straße/ Hugenottenallee ausgebaut werden, um den zusätzlichen Verkehr aus dem „Quartier Süd“ durchschleusen zu können. Also: Noch mehr Geld in den Ausbau von Verkehrswegen für den motorisierten Verkehr. Und das, obwohl sich schon jetzt abzeichnet, dass die genannten Verkehrsknotenpunkte den künftig zu erwartenden Verkehr nicht mehr aufnehmen können.

    Fazit
    Etwa 10 Millionen Euro wird der Kreiselausbau und die neugestaltete IZ-Kreuzung die Stadt kosten. Geschätzt mehr als 3 Millionen Euro wird der Ausbau der Verkehrswege an den Knotenpunkten auf der Frankfurter Straße zwischen der IZ-Kreuzung und der Rathenaustraße kosten. Wann wird die Stadt endlich den Öffentlichen Personennahverkehr ausbauen, um die Mobilität auf diesen Verkehrsachsen zu befriedigen. Die Grenzen des Wachstums für den motorisierten Verkehr an den neuralgischen Punkten Neu-Isenburgs sind sichtbar! Und für die (fehl)investierten Millionen gäbe es schon fast eine Straßenbahn auf der Frankfurter!

    Die Montagsrunde

  4. Bürgerinititative für die Energiewende in Neu-Isenburg - Watt-Club, c/o Inge Göbl on 9. Januar 2013, 20:46 Antworten

    Bürgerinitiative für die Energiewende in Neu-Isenburg – Watt-Club

    Unsere Planungsvorschläge für das Stadtquartier Süd

    A Städtebauliche Entwicklung unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer
    Kriterien

    1. a) Neubauten als Passivhäuser oder Plus-Energie-Häuser,
    Geschosswohnungsbau, keine 1-und 2-Familienhäuser

    b) vorhandene Wohn-, Büro- und sonstige gewerblich genutzten Gebäude
    in Energieeffizienzhäuser umwandeln

    2. Kraft-Wärme-Kopplung mit Nahwärme im ganzen Quartier

    3. a ) Mobilitäts- bzw. Verkehrskonzept unter Anbindung von Straßen- und S-Bahn,
    auf der Basis von aktuellen Verkehrszählungen

    b) Tempo 30 im Quartier

    c) Einrichtung von autofreien Zonen, zu befahren lediglich zur Be- und Entladung
    durch die Bewohner, Voraussetzung hierfür sind Quartiersgaragen,
    Bewohner, die aufs Auto verzichten, sollten belohnt werden, z.B. finanzielle
    Entlastung in der Größenordnung eines Stellplatzes (bei Neubauten)

    d) Einrichtung von Car-Sharing-Stationen

    e) Bereitstellung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge

    4. Grundsätzlich keine weiteren Ansiedlungen von größeren Büro- oder
    Gewerbebauten

    B Städtebauliche Entwicklung unter Berücksichtigung sozialer Kriterien-
    Zusammenleben im Quartier

    1. Stadtteilzentrum, evtl. auf dem Gelände der Monopolgesellschaft für Branntwein
    mit Kita, Spielplatz, Café, Jugendtreff, Markthalle, Handwerker-/Kunsthandwerker-
    hof, Räume für Vereine und Initiativen

    2. Vielfältige Wohnangebote
    für Familien,
    für Jung ( ggf. Wohnungen für Studenten) und Alt,
    barrierefreies Wohnen für Menschen mit Handicap
    Generationen übergreifendes Wohnen

    3. Schaffung von Wohnraum für Einpendler

    4. Unterstützung von Baugruppen und Baugenossenschaften,
    gemeinnützigem Wohnungsbau

    Bürgerinitiative für die Energiewende in Neu-Isenburg
    Wattclub

  5. B. Murmann on 5. Januar 2013, 04:06 Antworten

    Ich stimme meiner vorkommentatorin in allen Punkten zu.denn es ist eine Schande, da wir hier nicht nur 4,sondern 5 Rewe-märkte haben.die hier das Monopol haben

  6. B. Murmann on 5. Januar 2013, 04:02 Antworten

    Es wäre schön, wenn man in n.-i. Noch etwas andere spermaerkte hätte, nicht nur die Fa. Rewe, die inzwischen hei ja ein Monopol hat.

  7. richard Stoisiek on 4. Januar 2013, 14:35 Antworten

    Ich halte es für eine gute Idee einen Teil der Flächen als Nutzgärten/Gemeinschaftsgärten anzulegen. Das Öl wird immer teurer und weniger, Vor-Ort-Strukturen werden wieder an Wichtigkeit zulegen. Auch bei der Bepflanzung sollte man einen Blick auf Pflanzen mit Mehrwert legen, warum eine Roßkastanie, Ulme oder Linde, wenn nicht auch z.B. eine Edelkastanie dort wachsen kann?

    Desweiteren wäre es eine gute Sache wenn die Bauten auf dem Gelände mehr Energie erzeugen als verbrauchen würden.

  8. Bündnis 90/Die Grünen Neu-Isenburg on 3. Dezember 2012, 00:44 Antworten

    Neu-Isenburg braucht eine Vision seiner zukünftigen Gestalt

    Auf dem Bürgerforum am 11.Oktober 2012 hat der Magistrat die „Grobziele für die weiteren Planungen im Stadtquartier Süd“ vorgestellt. Die Grünen in Neu-Isenburg sehen noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Ein wichtiger Grund ist die fehlende Vision für die Stadtentwicklung und die Verkehrsplanung. Weiterhin darf die ökologische Konzeption nicht auf die baulichen Aspekte reduziert werden. Die folgenden Punkte sollten bei der weiteren Arbeit berücksichtigt werden.

    Neu-Isenburg braucht eine Mitte

    Die Stadtplanung der vergangenen Jahrzehnte hat es versäumt, in Neu-Isenburg ein urbanes Zentrum zu schaffen. Die Infrastrukturinvestitionen der vergangenen Jahre sind ohne die Leitidee einer zukünftigen Gestalt von Neu-Isenburg durchgeführt worden. An mehreren Stellen sind einzelne
    Merkmale einer Stadtmitte entstanden. Mal wurde der Marktplatz erneuert, dann wurde der östliche Teil der Bahnhofstraße in eine Fußgängerzone umgewandelt. Es wurde in „Quartieren“ gedacht. Vermutlich hat man vor der Aufgabe, die Frankfurter Straße in eine wirkliche Innenstadt zu verwandeln, kapituliert.

    Damit sind wesentliche Chancen für die Stadtentwicklung vertan worden. Stadtzentren sind für die Attraktivität einer Stadt wichtig.

    Innenstädte schaffen Wohnqualität für die Bewohner einer Stadt. In den Innenstädten finden sich Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Die Vielfalt des Angebots ist für die Bewohner einer Stadt attraktiv.

    Innenstädte schaffen Möglichkeiten für die Entwicklung von Gewerbe insbesondere auch für Mittelständische Betriebe. Gebündelte Nachfrage ist der Boden für die Entwicklung von Geschäften.

    Seit den 80er Jahren haben die Stadtplaner in den meisten deutschen Städten Konzepte zur Entwicklung von Innenstädten gefunden und über Jahrzehnte umgesetzt. Große Städte wie München oder Frankfurt wurden in der Innenstadt vom individuellen Verkehr befreit. Der öffentliche Nahverkehr wurde ausgebaut, Fußgängerzonen wurden errichtet. Mittel zur Verkehrsberuhigung und Umgehungsstraßen wurden gebaut.

    Stadtzentren haben für die Attraktivität einer Stadt eine große Bedeutung.

    Was ist eine Stadtmitte?

    Nach Wikipedia ist der Begriff „Stadtmitte“ mit dem Begriff „Innenstadt“ synonym. In der Stadtmitte – so Wikipedia – treffen sich die Verkehrs- und Versorgungswege, desweiteren konzentrieren sich hier Handels- und Dienstleistungseinrichtungen.

    Zur Definition einer Stadtmitte nennt Wikipedia u.a. den Schaufenster-Index. „Der Schaufensterindex ist der Prozentanteil der Gesamtlänge aller Schaufenster in einer Straße oder einem Block an der Gesamtlänge aller Häuserfronten oder der Straßen.“ Ein Index über die Nutzungsdichte ist ein anderes Mittel, eine Stadtmitte zu definieren. So Wikipedia.

    Basierend auf dieser Definition ist die Innenstadt für uns eine Gegend, in der man Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe vermutet und sucht. Die Innenstadt ist für uns weiterhin ein Ort, an dem sich die innerstädtischen Verkehrswege treffen.
    Häufig fällt die Innenstadt mit dem historischen Kern der Stadt zusammen – die Erhaltung von historischen Gebäuden ist aber nicht zwingendes Merkmal einer Innenstadt. Es ist auch kein zwingendes Merkmal, dass die Stadtmitte sich genau in der Mitte der Stadt und nicht im südlichen Teil der Stadt befindet.

    In einer Stadtmitte konzentrieren sich die Verkehrs- und Versorgungswege einer Stadt

    Neu-Isenburg braucht ein konsequentes Verkehrskonzept

    Das wichtigste Instrument der Stadtplanung ist die Gestaltung des Verkehrs. Wie werden regionale und überregionale Verkehrsströme gelenkt? Wo entstehen Zentren? Wo ist welcher öffentliche Verkehr sinnvoll?

    Zentrale Aufgabe ist es heute, die unterschiedlichen Verkehrsmittel miteinander zu vernetzen. Öffentliche und individuelle, örtliche und regionale Verkehrsmittel müssen optimal aufeinander abgestimmt werden. Ein „Treffen der Verkehrswege“ ist heute ein Vernetzungspunkt verschiedener Verkehrsmittel.

    Wir sind es inzwischen gewohnt, Innenstädte besser mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu erreichen als mit dem Auto. Der reibungslose Wechsel von einem Verkehrsmittel zu einem anderen erfordert eine detaillierte Abstimmung. Grundlage für diese Abstimmung ist eine langfristige Verkehrs- und Stadtplanung, die in Neu-Isenburg nicht stattgefunden hat.

    Zentrale Aufgabe ist es, öffentliche und individuelle, örtliche und regionale Verkehrsmittel optimal aufeinander abzustimmen.

    Wo ist die „Mitte“ in Neu-Isenburg?

    Geht man mit dieser Begrifflichkeit nach Neu-Isenburg fällt es schwer, einen derartigen Ort zu finden. In Frage kämen möglicherweise:

    Der alte Ortskern. Im alten Ortskern treffen sich schon lange nicht mehr die Verkehrs- und Versorgungswege. Konzentriert ist vor allem die Gastronomie. In Neu-Isenburg fällt die Innenstadt nicht mit dem historischen Kern der Stadt zusammen

    Der östliche Teil der Bahnhofstraße (Fußgängerzone). Außer dem Wochenmarkt gibt es hier einige Handels- und Dienstleistungsbetriebe. Der „Schaufenster-Index“ ist mit dem der Frankfurter Straße identisch. Es fehlen aber die Verkehrseinrichtungen, die eine durchgängige Besucherfrequenz sichern. Die Neu-Isenburger Fußgängerzone ist kein Ort, an dem sich „Verkehrswege treffen“. Sie ist leider häufiger leer als besucht.

    Das Isenburg Zentrum. Im Isenburg Zentrum gibt es eine hohe Dichte an Handels- und Dienstleistungsbetrieben. Im Isenburg Zentrum sind die Voraussetzungen für eine hohe Dichte an Handels- und Dienstleistungsbetrieben mit privatem Geld zur Förderung der Geschäfte geschaffen worden Eine gute Stadtplanung schafft nicht nur gute Bedingungen für die Betriebe, sondern auch Lebensqualität im öffentlichen Raum.

    Die Frankfurter Straße. Hier ballen sich die Handels- und Dienstleistungseinrichtungen. Die Frankfurter Straße ist weiterhin der zentrale Verkehrs- und Versorgungsweg in Neu-Isenburg. Weitsichtige Stadtplaner haben hier vor längerer Zeit die Hugenottenhalle gebaut. Die Frankfurter Straße ist die „inoffizielle“ Mitte von Neu-Isenburg: Hier sind zwar die Merkmale einer „Stadtmitte“ erfüllt. Allein die Stadtplanung ignoriert diese Situation, statt sie zu entwickeln
    Die Frankfurter Straße ist die „inoffizielle“ Mitte von Neu-Isenburg. Allein die Stadtplanung ignoriert diese Situation, statt sie zu entwickeln.

    In Neu-Isenburg endet der überregionale Verkehrsverbund an der Peripherie. Die faktischen Zentren von Neu-Isenburg – Frankfurter Straße und Isenburg Zentrum – sind nur über den sehr langsamen Innenstadtbus oder besser mit dem Auto erreichbar. Während der überregionale ÖPNV an Neu-Isenburg vorbeigeht, wird der individuelle Personenverkehr nach wie vor durch Neu-Isenburg geleitet. Eine Umkehrung dessen, was das Ziel einer vernünftigen Stadtentwicklung sein sollte.

    Mit der Planung der Regionaltangente West – der geplanten S-Bahn von Neu-Isenburg über den Frankfurter Flughafen nach Bad Homburg – ist eine wichtige Weiche gestellt. Richtiger Weise macht sich die Stadt Neu-Isenburg für die Umsetzung dieses Planes stark. Die Regionaltangente West würde das Isenburg Zentrum und die Frankfurter Straße erreichen. Ideale Voraussetzungen dafür, diesen Raum zu einer wirklichen Mitte zu entwickeln.

    Zusätzlich zur Regionaltangente West gibt es Pläne, die Straßenbahn bis nach Sprendlingen weiterzuführen. An der Kreuzung Carl-Ulrich-Straße – Frankfurter Straße kann eine Umsteigemöglichkeit geschaffen werden, wodurch der „faktische“ Stadtkern von Neu-Isenburg an den überregionalen ÖPNV angebunden würde. Die Weiterführung der Straßenbahn bis nach Sprendlingen muss in die Grobziele für die weiteren Planungen aufgenommen werden.

    Zur Reduzierung des überregionalen individuellen Personenverkehrs aus der Stadt müssen zunächst Umfahrungen um die Stadt ausgewiesen werden und entsprechende Ampelregelungen eingerichtet werden. Weitere Maßnahmen könnten nötig sein.

    Wie sollte die Neue Mitte aussehen?

    Die Entwicklung der Frankfurter Straße von der Bahnhofstraße bis zum „Quartier Süd“ (Güterbahnhof, Buchenbusch) zu einer „Neuen Mitte“ würde bestehende gewachsene Strukturen aufgreifen und in eine geordnete urbane Struktur überführen. Die Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsmittel an diesem Platz schafft die für eine Stadtmitte erforderliche Nutzungsfrequenz.

    Auf Basis des beschriebenen Verkehrskonzeptes kann die Frankfurter Straße in diesem Bereich zur Fußgängerzone entwickelt werden. Der Raum um den Güterbahnhof bis zum Isenburg-Zentrum wird zu einem Zentrum ausgebaut, an dem sich die Verkehrswege kreuzen und die Schaufensterdichte hoch ist.
    Eine Park & Ride Möglichkeit sollte die Pendlerströme aus dem Süden vor Neu-Isenburg abfangen. Hier könnten auch moderne Konzepte des Car Sharing entstehen.

    Die jetzige Planung für die Gestaltung der Schleußner Straße, Carl-Ulrich-Straße, Friedhofstraße darf so nicht realisiert werden. Der überregionale individuelle Verkehr wird von dieser Verkehrsverbindung ferngehalten. Auch der Kalbskopf mit dem leer stehenden Opelgelände muss in die Planung einbezogen werden.

    Mit der Hugenottenhalle ist schon ein für eine „Mitte“ wichtiges öffentliches Gebäude vorhanden. Weitere kulturelle und öffentliche Einrichtungen könnten angesiedelt werden. Die Ansiedlung von Bildungs- oder Forschungseinrichtungen im Stadtquartier Süd würde die soziale Struktur Neu-Isenburgs bereichern.

    Ein energetisches Konzept für das Quartier muss erarbeitet werden.

    Die Grobziele des Magistrats fordern „ökologische Standards inklusive Passivhaus-Bauweise“ für die Bebauung. Einzelne, isolierte Maßnahmen zur Energieeinsparung, die sich lediglich auf die Baumaßnahmen beziehen, schöpfen das Potenzial nicht aus. Die Energiebilanz eines Quartiers lässt sich mit gemeinsamen Versorgungseinrichtungen gegenüber den isolierten Maßnahmen wesentlich verbessern (z.B. mit Blockheizkraftwerken). Wichtig für die Weiterentwicklung der Planung ist die Erarbeitung eines Energiekonzeptes für das ganze Quartier. Dies könnte z.B. durch die Einbindung der Stadtwerke in den weiteren Planungsprozess geschehen.

    Fazit

    In folgenden Punkten sollten die Grobziele für die weiteren Planungen ergänzt werden:

    1. Der Raum zwischen Güterbahnhof und Isenburg Zentrum soll explizit zu einer Mitte von Neu-Isenburg entwickelt werden.

    2. Bei der Planung soll nicht nur die Regionaltangente West, sondern auch die Verlängerung der Straßenbahn nach Sprendlingen vorgesehen werden.

    3. Der überregionale Autoverkehr muss konsequent aus der Mitte herausgehalten werden. Der geplante IZ-Kreisel ist überflüssig.

    4. Die Ansiedlung von Bildungs- und / oder Forschungseinrichtungen im Quartier Süd sind vorzusehen.

    5. Trotz der vergleichsweise schwierigen planungsrechtlichen Situation ist das Kalbskopfgelände (ehem. Opel) in die Gesamtplanung einzubeziehen.

    6. Über eine ökologische Bauweise hinaus ist die Energiebilanz des gesamten Viertels zu betrachten. Die Schaffung von gemeinsamen Versorgungseinrichtungen ist zu prüfen

    7. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung sind alternative Szenarien in dem von uns vorgeschlagenen Sinn zu erarbeiten.

  9. pete on 9. November 2012, 10:19 Antworten

    find ich gut, was und wie ihr das hier macht. Weiter so

  10. Nick Timm on 25. Oktober 2012, 10:49 Antworten

    Ich halte es es für unbedingt erforderlich, dass die beiden durch eine Schnellstraße (Schleußnerstraße) getrennten Kernstücke Güterbahnhofsgelände und Branntweinmonopoll-Areal im Rahmen der neuen Planung auf inteligente Weise miteinander verbunden werden. Ich möchte daher anregen, diese beiden Teile durch eine “bewohnte” Brücke zu verbinden in Anlehnung an die Ponte Vecchio in Florenz, natürlich in moderner Bauweise und Funktion. Die Brücke sollte das hoffentlich auf dem Güterbahnhofsgelände entstehende neue Kulturzentrum mit einem Arbeits- und Wohnareal auf dem Branntweinmonopolareal à la Hackesche Höfe verbinden. Die auf der Brücke entstehenden Räumlichkeiten können dann Teil des Kulturzentrums sein oder auch in den gegenüberlieliegenden Funktionsbereich des Branntweinmonoplgeländes einbezogen werden..

    Nick Timm 24.10.2012

  11. marcus zapfe on 7. Oktober 2012, 19:13 Antworten

    wäre schön, wenn einige der hier bereits genannten vorschläge auch berücksichtigt werden, denn eines ist wohl offensichtlich: das niveau von neu-isenburg in bezug auf infrastruktur ist mehr als verbesserungswürdig! die frankfurter str. besteht -fast- nur noch aus zwielichtigen, völlig unnützen einzelhändlern.
    etwas konzeptionell hochwertiges als neuen referenzpunkt würde der stadt sicherlich gut tun wie eine grünanlage zum schlendern gepaart mit cafe’s, bars, restaurants mit terasse oder dgl.
    ein tegut oder vergleichbres, wie unten bereits kommentiert, wäre eine eindeutige verbesserung der einkaufssituation.

    liebe stadt, es ist eine chance, macht bitte etwas daraus- bei der neuen polizeistation hat es ja auch geklappt.

    lieben gruss

  12. Joachim Großpersky on 2. Oktober 2012, 08:27 Antworten

    Es sollte darauf geachtet werden, dass ein Miteinander von Arbeiten und Wohnen konfliktfrei möglich ist. Auch die weichen Standortfaktoren wie Kultur, Bildung, Freizeit, Nahversorgung ohne REWE, sollten an den Bedürfnissen der in diesem Quartier arbeitenden Menschen als auch den Bewohnern orientiert sein. Dies könnte durch eine Art “Markplatz” als Kommunikationszentrum realisiert werden. Das Quartier sollte außerdem Fußgänger- und Radfahrerfreundlich gestaltete werden und möglichst von Durchgangsverkehr befreit sein.

  13. 'Ange on 23. September 2012, 21:31 Antworten

    Ich schließe mich der Meinung von Liese Müller bezüglich der Einkaufmöglichkeit an. Mir wäre ein Biosupermarkt wie z.B. Tegut sehr willkommen.

  14. KPB on 18. September 2012, 22:12 Antworten

    Vielen Dank für die Möglichkeit, mich hier aktiv einzubringen: Ein Park inklusive Spielplatz – aber vor allem ein Indoor-Bereich für Kinder für jede Wetterlage wären eine Bereicherung für Neu-Isenburg und seine Familie.

  15. Dirk Wölfing on 16. September 2012, 17:49 Antworten

    Ein Stadtkern erhöht die Attraktivität einer Stadt in hohem Maß. Die Konzentration von Angeboten auf einer zentralen, gut erreichbaren Fläche ist für Anbieter und Nachfrager ein großer Vorteil. Deshalb haben viele Städte in den letzten 20 bis 30 Jahren Stadtkerne mit Fußgängerzonen eingerichtet, die gut über öffentliche Verkehrsmittel erreichbar sind. Neu-Isenburg hat das versäumt. Mal wurde der “alte Ort” hergerichtet, mal wurde die östliche Bahnhofstraße in eine “Mini” Fußgängerzone verwandelt. An der Frankfurter Straße wurde die Hugenottenhalle gebaut. Ein Stadtkern ist dadurch nicht entstanden. Statt eines mutigen Schrittes wurden die Initiativen (und damit auch das Geld) verzettelt.

    Neu-Isenburgs Stadtplanung hat kein gesamtheitliches Konzept. Die Antworten der Bürgerbefragung haben das deutlich bestätigt. Faktisch hat sich die Frankfurter Straße als “Zentrum” etabliert. Die Stadtplanung hat diese Entwicklung erst ignoriert und dann zögerlich akzeptiert. Die Entwicklung des Stadtquartier Süd gibt jetzt die Gelegenheit, Versäumtes nachzuholen. Die Carl-Ulrich Straße und die Schleußner-Straße sollten nur noch für den örtlichen Verkehr genutzt werden können. Wenn die Frankfurter ihr Zentrum in eine Fußgängerzone verwandeln konnten, sollte das auch für Neu-Isenburg mit dem südlichen Teil der Frankfurter Straße möglich sein. Dadurch entsteht ein Raum, in dem das “faktische Zentrum” Frankfurter Straße gestaltet werden kann.

    Das Quartier mit gemischter Bebauung sollte mit dem Platz vor der Hugenottenhalle zu einem neuen Zentrum ausgebaut werden. Grünflächen, Läden und Gastronomie sollten auf dem nördlichen Teil des Stadtquartiers angesiedelt werden und mit der Frankfurter Straße ein gemeinsames Areal bilden. Mit der Regionaltangente West ist dieses Gebiet auch an den überörtlichen Personennahverkehr angeschlossen. Weitere Angebote des ÖPNV sollten folgen. Damit werden Bedingungen für Urbanität geschaffen, die die Lebensqualität von ganz Neu-Isenburg erhöhen können. Die Beschränkung der Planung auf die bebaubare Fläche wäre ein großer Fehler. Das sollte bei der Zielsetzung der weiteren Planung unbedingt berücksichtigt werden. Mindestens einer der Testentwürfe sollte die Fragestellung der Einbettung des Stadtquartier Süd in die Gesamtplanung von Neu-Isenburg zentral bearbeiten.

  16. N.G. on 31. August 2012, 17:32 Antworten

    Man könnte einige nützliche Dinge tun,eines davon wäre beispielsweise für die Natur.Ein Park wäre vielleicht schön.Eventuell mit einem kleinen Hügel mit guter Aussicht und mit vielen Blumen,Pflanzen und Bäumen.Und mitten im Park ein schönes bescheidenes Cafe das in einem kleinen künstlichen See liegt.
    N.G.

  17. Liese Müller on 30. August 2012, 17:03 Antworten

    Meiner Meinung nach sollte es endlich mal einen andere Einkaufsmöglichkeit AUßER Rewe in N-I geben, es kann nicht angehen, daß wir 4 (!) Rewe Märkte in N-I haben und sonst nur 2 Discounter. Hier herrscht ein Monopol! Evtl einen Biosupermarkt eröffnen? Wie wäre es, mit schönen Cafe’s und Bars für junge Menschen? Das ehemalige Cafe in der Fußgägnerzone ist ja auch schon wieder zu. Es gibt keinen gemütlichen Platz zum Kaffee trinken in N-I. Und die Fußgängerzone ist mehr als unantraktiv. Ein Park mit Spielmöglichkeiten für Kinder und Plätze zum Ausruhen für Eltern könnte man auch gut damit kombinieren. Auch gibt es kein Kino.

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