Stadtquartier Süd – Schematische Darstellung der Empfehlungen

geschrieben von: Stadt Neu-Isenburg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  I  Mittwoch, 20.03.2013

Nächste Bürgerbeteiligungsveranstaltung am 11. April

In der heutigen Stadtverordnetenversammlung, am 20. März, stehen die Ergebnisse der Entwurfswerkstatt zum Stadtquartier Süd auf der Tagesordnung. Vorgestellt wird die Dokumentation der im Rahmen der zweiten Stufe des Entwicklungskonzeptes zum Stadtquartier Süd durchgeführten Entwurfswerkstatt, die am 08. März und 09. März  stattfand, einschließlich der von 6 Planungsbüros erarbeiteten städtebaulichen Entwürfe zur Entwicklung des Gebietes.

Außerdem werden die Vorschläge des Empfehlungsbeirates präsentiert, der auf Basis der Bewertungen und Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern, einvernehmlich eine Empfehlung für die weitere Planung ausgesprochen hat. Diese Empfehlungen sind in einer schematischen Darstellung visualisiert worden (siehe Anlage 2b).

Alle Entwürfe der Büros sind seit Montag, 11. März, im Rathaus ausgestellt und im 1. Obergeschoss, beim Fachbereich Stadtplanung, während der Öffnungszeiten des Rathauses jederzeit zu besichtigen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs stehen darüber hinaus für Fragen zu Verfügung. Auch hier können noch Vorschläge eingebracht werden. Außerhalb der Öffnungszeiten des Rathauses ist die Ansicht der Pläne nach Absprache auch möglich, Telefon 06102-241-611 (Luba Sibrikov) oder 241-619 (Claudia Metzner). Alle Pläne sind darüber hinaus auch auf der Seite www.stadtquartier-sued.de einzusehen und zu bewerten.

Die nächste Bürgerbeteiligungsveranstaltung ist am 11. April, 18 Uhr, im Rathaus, Plenarsaal. Dann sollen die aus der Entwurfswerkstatt resultierenden Vorgaben für die weitere Rahmenplanung vorgestellt und erläutert werden.

Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt: „Wir praktizieren einen transparenten Planungsprozess. Alle Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, ihre Vorschläge und Änderungen einzubringen. Mit der Entwurfswerkstatt hört die Beteiligungsmöglichkeit der Bürgerinnen und Bürger nicht auf. Die Ergebnisse der Entwurfswerkstatt werden in den kommenden Wochen in einen Rahmenplan einfließen, der die Grundlage für die Realisierung sein wird. Dabei wird der erfolgreiche Prozess der Bürgerbeteiligung weiter fortgesetzt.“

Hintergrund:

Im Empfehlungsbeirat saßen Dr. Frank Geelhaar (Architekt und Moderator der Entwurfswerkstatt), Herbert Hunkel (Bürgermeister Neu-Isenburg), Stefan Schmitt (Erster Stadtrat Neu-Isen­burg), Michael Stapf (Groß & Partner, Frank­furt am Main, als Vertreter der Eigentümer des ehemaligen AGFA-Areals), Klaus Armbrecht (Leiter Verkaufsteam Kassel/Frankfurt, BImA, Bundesan­stalt für Immobilienaufgaben, Bonn, Eigen­tümervertreter der Flächen der Bundesmo­nopolverwaltung für Branntwein), Gerald Tschörner (Experte Immobilienwirtschaft, Neu-Isenburg) sowie fünf Architekten aus Neu-Isenburg (Dorothee Gut­mann-Hinrichs, Thomas Russ, Eberhard Schaaf, Norbert Schniotalla, Prof. Eber­hard Voigt).

Im Stadtquartier Süd sollen urbanes Wohnen und Arbeiten mit hohen ökologischen Standards realisiert werden. Ziel ist, eine vielfältige Wohnkultur zu schaffen insbesondere auch in Form von Baugemeinschaften. Geplant wird ein ruhiges Wohnquartier entlang einer Nord-Süd gerichteten öffentlichen Grünfläche.

Die gewerblichen Nutzungen werden im Randbereich, vorwiegend entlang der Hugenottenallee und rund um die zukünftige Haltestelle der RTW (Regionaltangente West) gesehen. Für das DLB Gelände wurde eine gewerbliche Nutzung vorgeschlagen.

Die historischen Gebäude des Branntweinmonopol Areals sollen erhalten bleiben. Anzustreben ist eine Nutzung mit öffentlichen, sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie Markthalle, Café, Gastronomie etc. „Hier wird ein richtiger urbaner Treffpunkt entstehen“, verspricht Bürgermeister Herbert Hunkel.

Das Güterbahnhofgelände soll in den Außenbereichen (am westlichen Ende) bebaut werden und in den Innenbereichen als kommunikative Freifläche gestaltet werden, um die Sichtbeziehung zur Stadt offen zu halten.

Darüber hinaus sollen die Wegebeziehungen in das nördliche Gebiet (Waldstraße und zum Isenburg Zentrum sowie zur Frankfurter Straße) verbessert und stadträumlich aufgewertet werden.

Die neuen Straßen sollen ausschließlich den Nutzern des Gebietes dienen und keinen neuen Durchgangsverkehr anziehen. Der Straßenverkehr im Wohngebiet soll zusätzlich durch zentrale Quartiersgaragen minimiert werden.

Insgesamt soll im Stadtquartier Süd ein Verhältnis von 60 Prozent Wohnen und 40 Prozent Arbeiten angestrebt werden. Bisher wurde dieses Gebiet zu 100 Prozent für Industrie und Gewerbe genutzt. Damit wird die Grundlage für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung geschaffen. Dem Wohnen wird ein größeres Gewicht eingeräumt und den Wünschen der Bürger Rechnung getragen, nach ruhigerem Wohnraum.

Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt: „Der in der Entwurfswerkstatt erarbeitete Konsens macht eine schnelle Umsetzung möglich.“

 

 

No Responses — Written on 20. März 2013 — Filed in Neues, Presse

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