Stufe 2: Entwurfswerkstatt

In der zweiten Stufe des Planungsprozesses wurden sechs Testentwürfe von qualifizierten Planungsbüros erstellt. Ziel war es dabei, die Breite der Entwicklungsmöglichkeiten darzustellen.

Hier finden Sie die Entwürfe und Präsentationen aller Büros in der Übersicht und als pdf-Downloads

Uebersicht-Modellfoto

 

AS&P – Albert Speer & Partner GmbH, Frankfurt am Main

AS&P – Albert Speer & Partner Präsentation als pdf-Download (13,4 MB)
AS&P-Plan-1-WebAS&P-Plan-2-WebAS&P-Plan-3-Web

 

 

 

 

Baufrösche Architekten und Stadtplaner, Kassel

Baufrösche Präsentation als pdf-Download (12,9 MB)
Baufroesche-Plan-1-webBaufroesche-Plan-2-web

 

 

 

 

Eike Becker_Architekten, Berlin

Eike Becker Präsentation als pdf-Download (8,9 MB)

Eike-Becker-Plan-1-webEike-Becker_Plan-2-webEike-Becker-Plan-3-web

 

 

 

 

 

Kahl Ernst Consultants Planungsgesellschaft mbH, Berlin

KEC Präsentation als pdf-Download (4,7 MB)

KEC-Plan-1-webKEC-Plan-2-webKEC-Plan-3-web

 

 

 

 

Landes & Partner Architekten, Frankfurt am Main

Landes & Partner Präsentation als pdf-Download (3,8 MB)

Landes-Plan-1-webLandes-Plan-2-webLandes-Plan-3-web

 

 

 

 

msm Meyer Schmitz-Morkramer, Frankfurt am Main

msm Meyer Schmitz-Morkramer Präsentation als pdf-Download (3,6 MB)

msm-Plan-1-webmsm-Plan-2-webmsm-Plan-3-web

 

 

 

 

 

Öffentliche Entwurfswerkstatt

Zentrales Element des gesamten Planungsprozesses war die öffentliche Entwurfswerkstatt, die am 8. und 9. März 2013 im Rathaus stattfand (Programm der Veranstaltung). Alle teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger konnten sich einerseits mit den Ergebnissen der Planungsvorschläge auseinander setzen und andererseits  eigene Ideen für die Entwicklung des Stadtquartiers Süd formulieren. Die Moderation der Veranstaltung erfolgte durch die verfahrensbetreuenden Büros HA Stadtentwicklungsgesellschaft mbH und BS+ städtebau und architektur sowie den externen Moderator Dr. Frank Geelhaar, der in Neu-Isenburg bereits mehrere Projekte für die Gewobau realisiert und bei Verfahren, wie dem Quartier 4 und Rathauswettbewerb, erfolgreich mitgewirkt hat.
(Dokumentation der Entwurfswerkstatt)

Empfehlungsbeirat

Ein Empfehlungsbeirat gab zu den Ergebnissen der Entwurfswerkstatt eine erste Einschätzung ab. Mitglieder des Beirats waren Dr. Frank Geelhaar (Moderator), Herbert Hunkel (Bürgermeister Neu-Isenburg), Stefan Schmitt (Erster Stadtrat Neu-Isenburg), Michael Stapf in Vertretung für Jürgen Groß (Groß & Partner, Frankfurt am Main, Eigentümervertreter des ehemaligen AGFA-Areals), Klaus Armbrecht in Vertretung für Axel Kunze (Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Bonn, Eigentümervertreter der Flächen der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein), Gerald Tschörner (Experte Immobilienwirtschaft, Neu-Isenburg) sowie fünf fachkundige Bürger der Stadt Neu-Isenburg (Dorothee Gutmann-Hinrichs, Thomas Russ, Eberhard Schaaf, Norbert Schniotalla, Prof. Eberhard Voigt).

 

 

Empfohlene Maßnahmen

Folgende Empfehlungen wurden im Anschluss an die öffentliche Diskussion (09.03.2013 von 16:00 – 17:10 Uhr) einstimmig getroffen:

Das von der Stadtverordnetenversammlung am 28.11.2012 beschlossene Zielkonzept hat sich bei der Erarbeitung der Entwurfskonzepte in allen wesentlichen Teilen als tragfähig und umsetzbar erwiesen. Es sollte deshalb weiterhin die Grundlage für die anstehende stadtplanerische Arbeit sein.

Anhand der bei der Entwurfswerkstatt eingereichten Konzepte wurden diese Zielsetzungen konkretisiert und durch folgende empfohlene Maßnahmen ergänzt:

1.   Zonierung des Gebietes

Die geplante Wohnbebauung soll an den Wohnbereich Spessartstraße / Hugenottenallee anschließen, mit zunehmender Verdichtung von Westen zur Mitte des Gebietes hin. Für den Bereich Spessartstraße sollte eine eigentümerorientierte Struktur entwickelt werden, die eine langfristige Perspektive für die Eigentümer ermöglicht und den Bestand nicht beeinträchtigt.

Die Wohnbauzonen sollen in überschaubare Einheiten mit jeweils möglichst direktem Bezug zu den Straßenräumen bzw. zu den öffentlichen Freiflächen gegliedert werden.

Unmittelbar westlich des DuPont-Geländes ist eine Zone für lärmunempfindliche Nutzungen (z.B. Parkhäuser) vorzusehen.

Die Flächen westlich und südlich des Geländes der Arrow Central Europe GmbH sollen für Bürogebäude vorgesehen werden. Westlich anschließend soll eine Verfügungsfläche sowohl für Büros als auch für Wohnungen genutzt werden können.

Die Fläche zwischen Carl-Ulrich-Straße und Schleussnerstraße soll im westlichen Teil mit geeigneter publikumsbezogener gewerblicher Nutzung (z.B. Hotel oder Ärztehaus) bebaut werden und im östlichen Teil als öffentliche Freifläche gestaltet werden. Dabei sind Verbindungen zu den angrenzenden Nutzungen anzustreben (RTW-Endhaltestelle, Isenburg-Zentrum, Wohnen nördlich der Carl-Ulrich-Straße).

Auf dem ehemaligen DLB-Gelände ist die Ansiedlung von gewerblichen Nutzungen vorzusehen.

2.   Erschließung

Die Erschließung soll durch zwei in Nord-Süd-Richtung verlaufende Erschließungsstraßen als Verbindung zwischen der Schleussnerstraße im Norden und der Hugenottenallee im Süden erfolgen.

Die Du-Pont-Straße soll bis zur östlichen Erschließungsstraße verlängert werden. Eine Durchbindung der Du-Pont-Straße bis zur westlichen Erschließungsachse ist im Hinblick auf die Auslastung des Verkehrsknotens Frankfurter Straße / Du-Pont-Straße nicht anzustreben.

Eine spätere Anbindung der Hugenottenallee über das ehemalige DLB-Gelände an die Rathenaustraße ist offen zu halten.

3.   KFZ-Stellplätze

Zielsetzung bei der Unterbringung der KFZ-Stellplätze ist, den Verkehr in den Wohnbereichen zu minimieren. Dabei sollten die Stellplätze so angeordnet werden, dass sie von den Wohnungen bequem erreichbar sind. Die für die gewerbliche Nutzung notwendigen Stellplätze sind gebäudenah entsprechend der Stellplatzsatzung der Stadt Neu-Isenburg auszuweisen.

Im Bereich um das DuPont-Gelände kann die aus Lärmschutzgründen erforderliche Abstandsfläche für die Errichtung von mehrgeschossigen Quartiersgaragen genutzt werden. Dabei sind die wechselseitigen Abhängigkeiten von Gebäuden und Stellplätzen zu beachten um die Realisierung nicht zu erschweren.

4.  Öffentliche Freiflächen

Es soll eine Nord-Süd gerichtete, öffentliche Freifläche in der Gebietsmitte mit engem Bezug zur geplanten Wohnbebauung als attraktive Verbindung für Radfahrer und Fußgänger in Richtung Stadtmitte, zur künftigen RTW-Endhaltstelle und zum Isenburg-Zentrum vorgesehen werden.

Bei der Ausgestaltung der öffentlichen Freiflächen ist ein städtischer Platz mit hoher Aufenthaltsqualität zu integrieren, vorzugsweise angelagert an den Bereich der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein.

Auf eine attraktive stadträumliche Überleitung (Fußwege- und Blickbeziehung) zur Waldstraße sowie zur Frankfurter Straße und zum Isenburg-Zentrum ist besonderer Wert zu legen.

Es ist eine Wegeverbindung von der Nord-Süd gerichteten öffentlichen Freifläche zum südlich angrenzenden Waldrand herzustellen.

5.   Baumbestand und Straßenraumbegrünung

Die bestehenden Waldinseln an der Hugenottenallee sind zu berücksichtigen.

Zur Vernetzung der vorhandenen und geplanten Grünstrukturen ist zu prüfen, inwieweit auch der südliche Teil der Hugenottenallee ohne großen Aufwand (kein Mittelstreifen) ebenso wie die anderen neuen Straßen mit Bäumen ausgestattet werden kann.

6.   Gebäude der ehemaligen Branntweinmonopolverwaltung

Die historischen Gebäude sollen möglichst weitgehend erhalten werden. Anzustreben ist eine Nutzung mit öffentlichen, sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie Markthalle, Café, Gastronomie etc. als Mittelpunktfunktion in Einklang mit der zentralen öffentlichen Grünfläche.

7.   Verhältnis Wohnungsbauflächen / gewerbliche Bauflächen

Als Verhältnis der Bruttogeschossflächen von Wohnungen und Gewerbeflächen wird (ohne DLB-Gelände) ein Anteil von etwa 60% für Wohnen und etwa 40% für Gewerbeflächen angestrebt. Die Gebäudehöhen sollen unterhalb der Hochhausgrenze liegen.

8.   Wohnqualitäten

Es ist darauf zu achten, dass eine hohe Wohnqualität und -atmosphäre mit vielfältigen Wohnformen und hohen ökologischen Standards entsteht. Die städtebauliche Struktur muss in der Umsetzung auch die Schaffung von Baugemeinschaften ermöglichen.

Schematische Skizze Empfehlungen

 

Weiteres Vorgehen

Alle Arbeiten der Büros werden im Anschluss an die Entwurfswerkstatt im Rathaus ausgestellt. Bis zum 11. April können die Pläne während der Öffnungszeiten des Rathauses jederzeit im ersten Obergeschoss beim Fachbereich Stadtplanung besichtigt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs stehen darüber hinaus für Fragen zu Verfügung. Auch hier können noch Vorschläge eingebracht werden. Die nächste Bürgerbeteiligungsveranstaltung ist am 11. April. Dann werden die aus der Entwurfswerkstatt resultierenden Vorgaben für die weitere Rahmenplanung vorgestellt und beraten.
Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt: „Auch hier haben die Bürger die Möglichkeit, ihre Vorschläge und Anregungen einzubringen. Mit der Entwurfswerkstatt hört die Beteiligungsmöglichkeit der Bürgerinnen und Bürger nicht auf.”
In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 20.03.2013 wurden die Ergebnisse aus der Entwurfswerkstatt sowie die Einschätzungen des Empfehlungsbeirats dargestellt.
Es ist vorgesehen, diese Vorgaben für die Rahmenplanung mit Festlegung einer Vorzugsvariante für die weitere Planung in einer zweiten Lesung in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 24.04.2013 zu beschließen. Die Überarbeitung des städtebaulichen Rahmenplans wird daraufhin in Phase 3 stattfinden. Die Umsetzung der Rahmenplanung in Bebauungsplänen und Wettbewerben kann ab Herbst 2013 in Phase 4 erfolgen.