Wie funktioniert die Bürgerbeteiligung?

Im Rahmen des mehrstufigen Prozesses zur Konzeptentwicklung und städtebaulichen Entwurfsplanung für das neue »Stadtquartier Süd« sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen und aufgefordert sich einzubringen. Das übergeordnete Ziel ist es, miteinander „ins Gespräch” zu kommen, Argumente und Ideen auszutauschen und so gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Im Gegensatz zur formellen Bürgerbeteiligung – wie beispielsweise bei der öffentlichen Auslegung eines zu beschließenden Bebauungsplanes – ist die informelle und freiwillige Bürgerbeteiligung ein offenes Angebot.

Wichtig ist, dass alle Menschen auf ihre ganz eigene Art und Weise die Möglichkeit bekommen, sich zu Wort zu melden.

So mag es der oder dem Einen mehr liegen in direkten Austausch zu treten, während eine andere Person lieber per Brief, E-Mail oder Internet kommuniziert. Wichtig ist, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt beteiligen können. Angefangen bei mündlichen Stellungnahmen im Rahmen der angekündigten Veranstaltungen bis zur Möglichkeit sich schriftlich Gehör zu verschaffen – Ziel des Planungsprozesses und begleitenden Dialogs ist es, die Ideen und Gedanken aller Beteiligten sichtbar zu machen.

Um den Verlauf des Dialogs, wichtige Entscheidungen und Weichenstellungen jederzeit eindeutig und transparent nachvollziehbar zu machen, dient diese Webseite auch als Logbuch. Soweit rechtlich möglich, werden alle Beiträge und Projektbausteine auf diese Internetseite gestellt und sind somit jederzeit öffentlich zugänglich. So können frühzeitig unterschiedliche Interessenlagen und kritische Themen identifiziert werden, um denkbare Konflikte im weiteren Projektverlauf zu vermeiden und die bestmögliche Lösung für die Zukunft des »Stadtquartier Süd« zu finden!

Was kann ich machen, wenn ich kein Internet habe?

Sofern Sie kein Internet zuhause haben, können Sie selbstverständlich in der Stadtbibliothek oder anderen Orten mit öffentlichem oder privatem Internetzugang den Webdialog nutzen. Alternativ können Sie schriftlich mit uns in Kontakt treten, indem Sie einen Brief an den Magistrat der Stadt Neu-Isenburg, Stichwort: Stadtquartier Süd, schreiben, einen der Fragebögen zum Projekt ausfüllen, die im Rathaus und Bürgeramt ausliegen oder zu den in der Presse angekündigten öffentlichen Veranstaltungen kommen.

Was ist eine Entwurfswerkstatt?

Als Entwurfswerkstatt wird die zweite Phase des Planungsprozesses bezeichnet, in der detaillierte städtebauliche Entwurfskonzepte in Kooperation mit Neu-Isenburger Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet werden.

Die Entwurfswerkstatt beginnt voraussichtlich Ende November 2012. Im Januar 2013 werden im Rahmen eines offenen Entwurfworkshops erste Varianten und Lösungsvorschläge für das »Stadtquartier Süd« von ausgewählten Planungsbüros zur Diskussion gestellt. In ergebnisoffener, konzentrierter Arbeitsatmosphäre sollen die Entwurfsansätze mit Unterstützung eines unabhängigen Moderatorenteams und unterschiedlicher Experten diskutiert und weiterbearbeitet werden.

Zusammenfassende Informationen zum Thema Webdialog

Übergeordnete Ziele des moderierten Web-Dialogs

- Förderung einer ergebnisoffenen, sachlichen und konstruktiven Diskussion auf der Grundlage transparenter, guter Information und unterstützt durch professionelle Moderation

- Aufbau einer gesamtstädtischen Beteiligungskultur

- Barrieren abbauen zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern

- Komplexe Planungsprozesse anschaulich und allgemein verständlich visualisieren

- Strukturierte und versachlichte Diskussion

- Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Beiträge und Entscheidungen

Voraussetzungen für den moderierten Online-Dialog

- Der Online-Dialog braucht klare Spielregeln!

- Voraussetzung sind erkennbare, ergebnisoffene Spielräume für die Bürger!

Was passiert im moderierten Online-Dialog ?

- Darstellung der Planungsgrundlagen sowie kontinuierliche Begleitung und Präsentation des Planungsprozesses

- Interessierte werden im Stil eines Weblogs auf dem Laufenden gehalten

- der Projektstand kann jederzeit überprüft werden

- Sammeln von Ideen, Wünschen, Argumenten und alternativen Lösungsvorschlägen

- horizontale, hierarchiefreie Kommunikation: bottom-up-Bewegung

- Konzept der tausend kleinen Schritte: mit jedem Beitrag wird das Projekt mit Informationen und Wissen angereichert

- Kenntnisse und Fähigkeiten aller Beteiligten werden stetig erweitert

- Meinungsbildungsprozess

Was machen Soziale Netzwerke ?

· Sammeln, schreiben, teilen, diskutieren, abstimmen, empfehlen, kommentieren, bewerten, werben, kontakten, vernetzen